10. Beharrlichkeit

"Lieber schwach anfangen, als stark nachlassen!“ Auf das Ende kommt es an. Es reicht nicht, einen Süchtigen von der Droge wegzuholen und ihn auf Therapie zu schicken. Die Gefahr in alte Bahnen zurück zu rutschen ist immer gegeben. Das müssen nicht immer Drogen sein – es gibt genügend andere schlechte Gewohnheiten. Hat man den Eindruck, dass die Persönlichkeitsentwicklung stagniert, muss man sich ernsthafte Sorgen machen. Dahinter verbergen sich oft gravierende Defizite. Stillstand ist Rückschritt! Es geht nicht darum, einen Status Quo zu erreichen und selbstzufrieden zu sein. Die Anforderungen sollen an den Grad der Reife angepasst werden. Unterforderung ist gefährlicher als Überforderung. So ist langjähriger Kontakt wichtig. Auch wenn man sich seltener sieht, der freundschaftliche Austausch soll bleiben. Die Sorge um Menschen darf nicht abnehmen, auch wenn die Fortschritte nicht gleich sichtbar werden. Die Folgen eines Absturzes sind nicht zu unterschätzen. Aber auch hier gilt: „Hinfallen ist menschlich, Liegenbleiben ist teuflisch, Aufstehen ist göttlich!“ Immer ist ein Neuanfang möglich. Ohne Langzeitbegleitung kein Erfolg. Langer Weg in die Sucht - langer Weg aus der Sucht.

 

Opens internal link in current window11. Individualität